Zeitraum: April – September 2018
Schwerpunkte: Konzeption · Dramaturgie · Recherche · Interviewführung · Schnitt · Motion Design
Schwerpunkte: Konzeption · Dramaturgie · Recherche · Interviewführung · Schnitt · Motion Design
„Mobilität ist Freiheit. Freiheit unabhängig zu reisen, neue Kulturen kennen zu lernen und die Welt zu entdecken.“ so endet die vierte Folge der Lehrfilmreihe und ist für mich zugleich einer der Schlüsselsätze der Serie. Innerhalb von knapp 30 Jahren wurde aus dem Auto als Luxusgut für Wenige das Massenfortbewegungsmittel, wie wir es heute kennen. „Bayern kommt in Fahrt" erzählt diesen Wandel in acht Folgen: von den ersten erschwinglichen Kleinstwagen bis zur „Neuen Klasse“ von BMW und der Neuerfindung Audis nach dem Zweitakter-Aus von DKW.
Entstanden ist die Reihe im Rahmen meiner Bachelorarbeit „Planung und Konzeption einer Online-Lehrfilmreihe“, die ich gemeinsam mit Tobias Witzgall für die Bavariathek, das digitale Museum des Hauses der Bayerischen Geschichte, realisiert habe.
Die größte konzeptionelle Herausforderung war ein Widerspruch, der sich schon in den Zahlen zeigte: Klassische Dokumentarfilm-Zuschauer sind zu 87 % über 30, unsere Zielgruppe der Bavariathek aber sind Schülerinnen und Schüler. Zum Glück zeigte eine andere Studie den Ausweg: Jeder dritte 14- bis 24-Jährige nutzt YouTube regelmäßig auch zum Wissenserwerb, nicht nur zur Unterhaltung. Nur eben nicht im 45-Minuten-Format, sondern kurz, kompakt und unterhaltsam. Da sich unsere Geschichte historisch fundiert aber nicht beliebig kürzen ließ, haben wir das Dilemma bewusst zugunsten der inhaltlichen Korrektheit entschieden und die Inhalte über mehrere kurze Videos aufgeteilt.
Trailer der Lehrfilmreihe „Bayern kommt in Fahrt“
Für die Inhalte selbst führten wir Interviews mit Oldtimer-Besitzern, Hobby-Restauratoren und Unternehmenshistorikern von Audi und BMW, kombiniert mit Archivmaterial, das wir per Parallaxe-Effekt in Bewegung versetzt haben, sowie eigens erstellten Legetechnik-Animationen für die Passagen ohne passendes Bildmaterial.
Das Besondere an dem Projekt ist die doppelte Verantwortung: Ich war nicht nur für Konzeption, Interviews, Kamera und Schnitt zuständig, sondern musste jede gestalterische Entscheidung auch wissenschaftlich begründen und dokumentieren. Am Ende stand eine Filmserie, die bis heute auf der Bavariathek zu sehen ist.
Die komplette Serie ist zu sehen auf der Seite der Bavariathek: