Zeitraum: Oktober – Dezember 2018
Schwerpunkte: Konzeption · Kamera · Schnitt · Deutsch-tschechische Zusammenarbeit
Woran denkt man beim Mittelalter? An Ritter, Burgen und Drachen. Oder an das Düstere: Hexenverfolgung, Aberglaube, Dreck. Vieles davon stammt aus Märchen, Legenden und aus Hollywood, mit einem kleinen wahren Kern.
Der Geschichtspark zeigt das andere Mittelalter: rund 30 rekonstruierte Gebäude, vom slawischen Dorf des 9. Jahrhunderts über die Turmhügelburg bis zu den Stadthäusern des 13. Jahrhunderts. Dazu kommen die vielen Freiwilligen, die diese Häuser zeitweise tatsächlich bewohnen, in der Kleidung und mit dem Gerät der Zeit. Das ist kein Mittelaltermarkt, das ist Living History und experimentelle Archäologie. Gebaut wird mit den Werkzeugen von damals, und zwar aus einem einfachen Grund: Es gibt keine Baumeister mehr, die die Lücken in den wenigen überlieferten Quellen füllen könnten. Also probiert man sie aus.
Genau das war unser Aufhänger: Das Echte ist spannend genug, es braucht keinen Drachen: „Wer braucht schon einen Drachen, wenn er das richtige Mittelalter erleben kann?" Der Spot liegt in einer deutschen und einer tschechischen Fassung vor. Der Park liegt auf beiden Seiten der Grenze, sein Publikum auch.
Deutsche Fassung
Tschechische Fassung
Entstanden ist der Spot im EU-geförderten Medienprojekt „Film meets Animation", in dem die OTH Amberg-Weiden und die Ladislav Sutnar Faculty of Design and Art der Westböhmischen Universität Pilsen den Bau einer Burg im Geschichtspark medial begleiteten. Gearbeitet wurde in deutsch-tschechischen Zweierteams: Bei einem gemeinsamen Wochenende im Park entstanden Konzept und Filmmaterial, in einem zweiten Workshop in Pilsen wurden die Animationen in den Film integriert. Film und Schnitt lagen auf deutscher Seite, die Animation auf tschechischer. So entstanden mehrere Spots, jeder in einem Zweiergespann aus einer bzw. einem deutschen und einer bzw. einem tschechischen Studierenden.
Mehr zum Projekt und die übrigen Spots aus dem Workshop gibt es auf der Seite der OTH Amberg-Weiden.